Hoher Besuch in Leimen

Ministerielle Weinkönigin beim Neujahrsempfang

5.Februar 2019

Dass man sich auch als Verbraucherschutzministerin nicht nur Freunde macht, musste Frau Klöckner beim Neujahrsempfang erfahren. Obwohl durch den Hintereingang eingeschleust bekam sie die Proteste von NaBu und Peta trotzdem mit. Insbesondere letztere machten sich während ihrer Rede lautstark bemerkbar. Frau Klöckner widmete den größten Teil ihrer Festrede dem Thema Europa, wozu sie viele positive und sehr richtige Dinge sagte. Europa ist ein wichtiges Projekt, das allen beteiligten Ländern Vorteile bringt. Wozu es führt, wenn man den Sirenenklängen von Nationalisten und Populisten nachläuft, kann man am Beispiel Großbritannien gerade sehr gut studieren.

Ihre offensichtlich auch wahlkampfbedingten Spitzen gegen politisch Andersdenkende hätte sie sich aber bei einem städtischen Neujahrsempfang schenken können. Dass sie dabei insbesondere die Grünen aufs Korn genommen hat, hat vielleicht auch damit zu tun, dass sie die jüngste Umfrage schon kannte, die der Ba-Wü CDU nur noch 23% prognostizieren, den hiesigen Grünen aber 33%. Zur Landwirtschaftspolitik sagte sie dagegen wenig, was vielleicht aber auch gar nicht so schlecht war.

In wichtigen Bereichen kommt aus ihrem Ministerium nicht viel. 80% der Deutschen befürworten eine Tierwohlkennzeichnung, aber das staatliche Tierwohllabel lässt nach wie vor auf sich warten. Mittlerweile haben sich die Einzelhandelsketten selbst auf den Weg gemacht, und eigene Labels entwickelt.

91% der Deutschen wollen sich nach Klöckners eigenem Ernährungsreport gesund ernähren. Dazu gibt es vom Ministerium die „Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucke, Fette und Salz in Fertigprodukten“. Statt aber wenigstens ein Ampellabel einzuführen damit die Verbraucher*innen auf einen Blick sehen können, wie gesund das Produkt ist, und sich dann selbst entscheiden können, gibt es nur eine freiwillige Selbstverpflichtung – weil das in der Vergangenheit so gut funktioniert hat?

Auch Muttersauen, die in engen Kastenständen eingepfercht sind, oder Ferkel, denen immer noch ohne Betäubung die Hoden abgeschnitten werden, warten vergeblich auf die Ministerin. Kein Wunder, dass Peta sauer ist.Ob Nitratbelastung, Glyphosat, oder Neonikotinoide, es gäbe viel zu tun für die Ministerin, findet auch der NaBu, der seine Kampagne „114 € für eine naturverträgliche Landwirtschaft“ auch in Leimen präsentie

rf

 

Verkehrswende beschleunigen

Emissionsfreie Busse müssen schnell zum Standart werden

Leimen, 17.01.2019

Es gibt positive Zeichen, dass der öffentliche Verkehr die Wende zu emissionsfreien Antrieben langsam angeht. Die Bahn will bis nächstes Jahr 45% ihrer elektrischen Züge mit Ökostrom betreiben, Ende 2018 wurden die ersten Wasserstoffzüge, die auf nicht elektrifizierten Strecken Dieselfahrzeuge ersetzen können, im Linienverkehr eingesetzt. In Heidelberg und Mannheim gehen dieses Jahr die ersten E-Bus Linien in Betrieb und im Fernbusbereich hat FlixBus zwischen Mannheim und Frankfurt die erste E-Bus Linie eingerichtet.

Das alles ist ermutigend, ob es allerdings ausreicht, hängt von mehreren Faktoren ab. Emissionsfreie Antriebe sind nur dann auch klimaschonend wenn der benötigte Strom dafür auch ökologisch erzeugt wird. Dazu braucht es aber mehr Anstrengung beim Ausbau von erneuerbaren Energien und von Stromspeichern. Auf diesem Gebiet herrscht leider seit Jahren Stillstand, oder höchstens Schneckentempo. Dabei würde schon die einfache Maßnahme die EEG Umlage durch eine CO2 Umlage zu ersetzen viel bewirken. Ein anderer Faktor bei der Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr sind die Hersteller. Während das auf der Schiene schon recht gut klappt, scheinen zumindest die europäischen Hersteller von Bussen den Schuss noch nicht gehört zu haben. So konnte man im RNZ Artikel über die erste E-Bus Linie in Heidelberg lesen, dass mit den sechs Bussen für Heidelberg und Mannheim die gesamte Produktion von E-Bussen des Mannheimer Werks für 2019 gekauft wurde. Wir gehen mal davon aus, dass in derselben Zeit wesentlich mehr Verbrenner vom Band laufen.

Und die Fernbuslinie von FlixBus wird zwar mit Ökostrom von Greenpeace-energy betrieben, aber die Busse kommen aus chinesischer Produktion, weil man hierzulande offensichtlich noch nicht so weit ist. Die durch das Bundesverkehrsministerium unterstützte Mauerpolitik deutscher Automobilunternehmen was die Abkehr vom Verbrennungsmotor angeht, hat auch im Bereich von Bussen dazu geführt, dass wir den Anschluss verloren haben. Hier muss nun mühsam wieder versucht werden den Rückstand aufzuholen. Wichtig dafür ist es, den Herstellern klar zu machen, dass künftig nur noch emissionsfreie Fahrzeuge beschafft werden. Das muss Politik auch unseres Verkehrsverbundes werden.

rf

Neuer Vorstand des grünen Ortsverbandes

Michael Reinig folgt auf Sahin Karaaslan

Leimen, 03.01.2019

Der Umzug unseres langjährigen Vorsitzenden Sahin Karaaslan nach Heidelberg führte nicht nur zu Änderungen im Leimener Gemeinderat, sondern natürlich auch zu einer außerordentlichen Neuwahl des Vorstandes des Grünen Ortsverbandes.

Am 11.12.2018 traf sich der OV deshalb im Diony in Leimen zu einer Ortsverbandssitzung mit dem einzigen TOP „Vorstandswahl“. Auf lange Reden wurde genauso verzichtet, wie auf eine geheime Wahl, denn es herrschte große Einigkeit, wie es im OV nach dem Wechsel weiter gehen sollte. Das fügt sich in die gute Tradition des Leimener OV, sich weniger um sich selbst zu drehen, als inhaltlich zu arbeiten. Einstimmig zum neuen Vorsitzenden wurde Michael Reinig gewählt. Der erfahrene Gemeinderat und langjährige Bürgermeisterstellvertreter ist noch nicht lange Mitglied bei den Grünen, ist aber aufgrund der engen Zusammenarbeit des OV mit der GALL, bei der er schon seit 25 Jahren aktiv ist, bestens mit den Inhalten und Personen vertraut. Mit seiner Person ist die Sicherheit gegeben, dass einerseits die gute Kooperation mit der GALL bruchlos weiter geführt wird, andererseits auch der Grüne OV weiter entwickelt werden wird.

Michael Reinig dankte für das Vertrauen, und machte deutlich, dass eines seiner wichtigsten Anliegen die intensivere Einbindung aller Mitglieder ist. Damit kann der OV seine Schlagkraft noch einmal deutlich verbessern.

Zur stellvertretenden Vorsitzenden und Kassenwartin wurde erneut Christa Hasenpflug gewählt, zum Schriftführer Ralf Frühwirt. Auch diese Wahlen endeten mit einstimmigen Voten.

Keine Verabschiedung gab es an diesem Abend für Sahin Karaaslan, der zu dem Zeitpunkt auf Geschäftsreise war. Daher gab es kurz darauf in privatem Rahmen eine ebenso herzliche wie gemütliche Feier, bei der  ihm auch als Dankeschön des Ortsverbandes für seine langjährige Arbeit ein Geschenk überreicht wurde, das gleich in mehrerer Hinsicht passt.

Es handelt sich dabei um ein vergrößertes Foto der Leimener Turmschule, mit dem Dilara Akendiz beim Fotowettbewerb des Kulturnetzwerks in der Altersgruppe bis 12 Jahre den ersten Preis erhalten hat. Nicht nur trägt das Bild den Titel „Der grüne Ampelmann“, Sahin ist auch selbst auf die Turmschule gegangen, und so wird das Bild ihn im fernen Heidelberg immer an seine Leimener Jahre erinnern. Er bedankte sich denn auch ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit, die ihm seine Arbeit als Vorsitzender leicht gemacht hat, und wünschte uns und dem OV weiter alles Gute.

rf  

 

 

Bildunterschrift: Michael Reinig, Sahin Karaaslan, Christa Hasenpflug, Ralf Frühwirt (und der grüne Ampelmann)

Willkommen im grünen Leimen

Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Leimen und die Grün-Alternative Liste Leimen (GALL) sind zwei politische Akteure, die eng miteinander kooperieren und sich keine Konkurrenz machen. Es gibt eine Arbeitsteilung mit personellen Überschneidungen.

Die GALL ist eine rein kommunal engagierte Gruppe von Menschen mit grünem und alternativen Hintergrund, die als nichtmitgliedschaftlich organisierte Wählervereinigung ausschließlich mit einer Gemeinderatsliste in Leimen antritt. Teil dieser Liste sind immer auch Grüne des OV Leimen. Aktuell sind vier der fünf GALLierInnen im Gemeinderat Grüne. Diese gemeinsame Arbeit läuft seit vielen Jahren effektiv und problemlos.


Überörtlich ist der OV Leimen aktiv, wobei auch hier mitunter GALLierInnen mitarbeiten, was man zum Beispiel daran erkennen kann, dass auf der Grünen Liste zur Kreistagswahl immer wieder auch Nichtmitglieder aus dem GALLigen-Kreis kandidierten.


Für uns hat sich diese enge Zusammenarbeit, die sich auch in gemeinsamen Sitzungen und Veranstaltungen zeigt, über die Jahre bewährt. Die wesentlichen Aktivitäten der Grün-GALLigen Gemeinderatsfraktion finden Sie auf der Homepage der GALL: www.gall-leimen.de